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LEOPOLD MUSEUM WIEN

Nachdem 2001 das Leopold Museum in Wien im Museumsquartier eröffnet worden war, hatte ich es bereits zwei Mal besucht. Aber so richtig aktuell wurde das Bedürfnis, die größte Sammlung von Egon Schiele erneut mal anzusehen erst, als ich kürzlich den Film über Egon Schieles Leben bei uns im Programmkino gesehen hatte.

Ein sehr beeindruckender Film, nicht zuletzt aufgrund seines herausragenden Hauptdarstellers Noah Saavedra. Und nachdem eh ein Städtetrip nach Wien auf meiner kurzfristigen Reiseliste stand, erhielt das Leopold Museum eine der obersten Prioritäten.

Unter den 50 besten Museen der Welt

Und es hat sich wieder einmal bestätigt, dass das Museum diese Aufmerksamkeit verdient. 2013 hat die Londoner „The Times“ das Museum unter den 50 besten Museen der Welt aufgelistet, was vor allem der Schiele-Sammlung und deren Präsentation zu verdanken ist. Der Sammler und Museumsstifter Rudolf Leopold hatte die Werke des damals fast in Vergessenheit geratenen Künstlers über viele Jahrzehnte hinweg gesucht und gesammelt. Mit dem Bau des Leopold Museums fanden sie hier eine dauerhafte Bleibe und mit einigen Werken von Gustav Klimt und Oskar Kokoschkas  eine standesgemäße Gesellschaft. Gemeinsam mit seinen beiden Landsmännern gilt der Expressionist  als einer der bedeutendsten Vertreter der österreichischen Moderne.

Egon Schiele – Österreichs bedeutendster Expressionist

Schiele fasziniert noch heute mit seiner Persönlichkeit und genauso faszinierend und auch ein wenig schillernd und unkonventionell verlief auch sein recht kurzes Leben, das 1918 durch die spanische Grippe mit nur 28 Jahren endete. Sein letzter Wunsch war es, dass seine Bilder der Öffentlichkeit in den Museen der Welt zugänglich gemacht werden – und dieser Wunsch ist ihm nicht nur im Leopold Museum und nicht nur in Wien erfüllt worden.

41 Ölgemälde im Leopold Museum

Bei den 41 im Museum veröffentlichten Ölgemälden und 186 Blätter  handelt es sich neben zahlreichen Selbstbildnissen um Akte von Frauen und Kindern,  sowie Landschafts- und Städtebilder, die er ebenfalls gerne anfertigte. Häufiges Motiv seiner Darstellungen waren auch seine langjährige Geliebte Wally Neuziel, seine Mutter und der Tod in jeglicher Form.

1 Kommentare

  1. Claudia sagt

    Ach, da bekomme ich gleich wieder Lust, das Museum erneut zu besuchen. Und in der Tat ist die ganze Präsentation der Kunstwerke – dank der Audio-Tour – sehr kurzweilig.

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