Alle Artikel in: Europa

MENTAL-SPA HOTEL FRITSCH AM BERG

Das MentalSpa Hotel Fritsch am Berg in Lochau / Vorarlberg am Bodensee ist ein Wellnesshotel einer ganz anderen Art. Ich möchte mit diesem Post gar nicht allzuviel darüber schreiben, denn man kann das alles sehr viel besser auf der Hompage des Hotels nachlesen.       Aber so viel sei gesagt, im Hotel Fritsch am Berg geht man neue Wege auf eine sehr konsequente und gefällige Art. Neben dem Körper, der sich hier in einem wunderbar reduzierten Wellnessbereich entspannen kann, unterstützt von einer ausgezeichneten Küche, findet hier auch der Geist Erholung. Nicht zu vergessen auch das Auge, das sich bei einem fantastischen Blick auf den Bodensee und die Halbinsel Lindau ausruhen kann.       In einer Vielzahl von Packages wird der Gast an eine völlig andere Art von Entspannung herangeführt, die ihm helfen soll, seinen Alltag besser zu bewältigen und leichter zu leben.       Das Konzept überzeugt, zumal es nicht nur glaubwürdig bezüglich der Treatments praktiziert wird, sondern sich auch durch das gesamte Haus inklusive Design, Materialien und gelebter Gastfreundschaft wie ein …

MAILAND

Es war bestimmt 20 Jahre her, dass ich das letzte Mal in Mailand war. Ich hatte die Stadt als elegant, ein wenig versnobt und eher unitalienisch in Erinnerung. So war es also höchste Zeit mal wieder nachzusehen, welche Veränderungen die Zeit in der als Hochburg von Moderne und Wirtschaft geltenden Metropole mit sich gebracht hat. Und ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber nicht eine so aufgeschlossene, internationale Stadt, zu der sich Mailand inzwischen entwickelt hat. Und offensichtlich haben sie inzwischen auch die Touristen für sich entdeckt, die sich früher immer lieber den historisch bedeutenderen Städten in Italien zugewandet haben.     Wir hatten unglaubliches Glück für unseren Kurztripp Ende Febaschte uns das mediterrane Klima, das man in Mailand eher selten spürt, mit 21 Grad. Ich hatte mich dafür entschieden mit dem Auto anzureisen. Von Augsburg aus ist das kürzer als erst nach München zu fahren, Puffer einzubauen, Wartezeit am Flughafen, Flug und dann den Weg von Malpensa mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt. Nein, …

DÄNEMARK

Ein Kurzurlaub in Dänemark, der möglichst erholsam sein sollte, fängt erstmal mit Stress an. Man muss sich durch eine gefühlte Milliarde von Ferienhäuser hindurchwühlen im Internet und verliert irgendwann den Überblick. Vor allem, wenn man außer Kopenhagen nichts von Dänemark kennt. Besitzt denn jeder Däne ein Ferienhaus, das er sofort nach Ferienende vermieten will? Soll es nun ein Haus an der Nordsee- oder Ostseeküste sein? In den Dünen oder in Stadtnähe? Im Süden oder im Norden? Irgendwann sehen die Unterkünfte dann alle gleich spartanisch aus. Man stellt sich dann inmitten dieser puristischen Ikea-Einrichtungen aus den 70er Jahren bei kühlem regnerischen Wetter vor und wird zeitweise von dem Gedanken beseelt, dass man sich doch auch zu Hause gut erholen kann…   Just in dem Moment bin ich bei meiner inzwischen genervten Suche im Internet auf das dänische Traumhaus schlechthin  gestoßen in dem kleinen unscheinbaren Örtchen Knebel in Djursland, im Süden von Dänemark, an einer geschützten Ostseebucht.   Einfach klasse – ich lass jetzt einfach mal die Bilder sprechen. Die sagen eh mehr als 1000 Worte. Dänisches …

PELOPONNES

Das wird heute ein ziemlich à-typischer Artikel, weil es eigentlich gar nicht viel über diesen Abstecher auf den Peloponnes zu berichten gibt. In einem traumhaft schönen Häuschen mit Pool, ein paar Gehminuten vom Strand entfernt, war in netter Gesellschaft von drei Freundinnen nämlich nur Entspannen und Faulenzen angesagt. Diese vordergründigen Ziele haben wir auch uneingeschränkt erreicht.         Obwohl in allen Bundesländern in Deutschland bereits Ferien waren, erschien die Westküste des Peloponnes fast gänzlich für urlaubende Griechen reserviert. Und selbst die waren eher unterrepräsentiert, sodass die Strände und Strandbars keineswegs überfüllt waren, in den Restaurants Gäste sehr herzlich willkommen geheißen wurden und selbst bei unseren seltenen Besichtigungen – was nicht ausschließlich auf die sehr hochsommerlichen Temperaturen zurückzuführen war – schienen wir als Touristen eher in der Minderzahl.         Eigentlich ist diese Ecke des Peloponnes immer noch ein Traumziel: Tolle Strände, wenig Touristen, gastfreundliche Griechen und wirklich noch günstige Lebenshaltungskosten. Es ist uns nie gelungen, trotzdem wir griechischem Wein und Essen jeden Abend uneingeschränkt zusprachen, mehr als 50 Euro im Restaurant …

FEHMARN

Da ich eh in dieser Ecke beruflich zu tun hatte, wollte ich endlich mal die Gelegenheit nutzen und mir die drittgrößte deutsche Insel, nämlich Fehmarn, ansehen. Gut, ich hatte nur einen Tag Zeit, aber das sollte für einen ersten Eindruck von dem kleinen Eiland reichen. Von Lübeck, wo ich meine Zelte aufgeschlagen hatte, fährt man gerade mal eine Stunde mit dem Auto auf der A1 nach Norden. Mit der Bahn dauert es ebenfalls nur eine Stunde, wenn man einen EC wählt.     Imposant begrüßt den Ankommenden die Fehmarnsundbrücke, die die Insel mit dem Festland verbindet. Danach wird es schnell ländlich, lediglich wenn man in dem stockenden Verkehr zum Hauptort Burg feststeckt, hat man noch ein städtisches Gefühl.     Burg ist das geschäftige Zentrum der Insel mit jeder Menge Restaurants, Shops und hübschen Läden, die zum Einkaufen von regionalen Spezialitäten einladen. Auch wenn das Städtchen recht umtriebig wirkt, so strahlt es doch mit seinen roten Backsteinhäusern eine gewisse Altehrwürdigkeit und vor allem aber auch Urlaubsgefühle aus.     Wer baden möchte, und das war …

BILBAO

Wenn man Bilbao hört, dann fällt vermutlichen vielen zunächst das Guggenheim-Museum ein. So ging es mir auch. Bilder von der großartigen Architektur des Museumsgebäudes tauchen vor dem inneren Auge auf. Aber bietet die Stadt sonst noch was? Auf jeden Fall! Leider hatten wir tatsächlich nur einen Tag  – als Tagesausflug von San Sebastian aus – eingeplant, aber mehr gab unser Kurztrip ins Baskenland leider diesmal zeitlich nicht her.     Wir hatten uns in San Sebastian einquartiert, nicht nur, weil zum Zeitpunkt unserer Reise Hotelzimmer in Bilbao rar waren. Dies lag an dem Wochenende vor allem am European Rugby Champions Cup, der 2018 in Bilbao stattfand und große Scharen von Rugby-Fans vor allem aus dem angelsächsischen Sprachraum in die Stadt lockte. Im Normalfall bietet die Stadt ein größeres Unterkunftsangebot als das etwas kleinere San Sebastian mit günstigeren Alternativen als die elegante Nachbarstadt. Stündlich verkehren Busse zwischen den beiden Städten. Die einfache Fahrt liegt für die 75 Minuten bei ca. 14 Euro. Vom Busbahnhof in Bilbao läuft man ca. 20 Minuten in die Altstadt und auch …

SAN SEBASTIAN

An San Sebastian konnte ich mich nur noch vage erinnern. Immerhin ist es fast 20 Jahre her, als wir damals mit dem VW-Bus die baskische Küste entlangfuhren und dort auch einen Halt einplanten. Ich wusste nur noch, dass ich die Stadt damals toll fand. Warum und weshalb hatte ich nicht mehr so genau in Erinnerung, aber das Gefühl war all die Jahre geblieben, dass ich mich dort gerne noch einmal etwas genauer umsehen würde.     Wenn man einen Besuch in San Sebastian, der Kulturhauptstadt von 2016 plant, gibt es fünf „Musts“, die nicht ausgelassen werden dürfen bei der Erkundung der Stadt. Das Gute an San Sebastian ist nämlich, dass man nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen muss, um den Charakter der baskischen Metropole zu erfassen, sondern den begreift man hauptsächlich beim Schlendern durch die Stadt und entlang des Strands, beim Erklimmen von kleinen Aussichtsbergen und beim Essen. Ist das nicht wunderbar? San Sebastian hat wirklich Lebensqualität!   La Concha La Concha ist einer von drei Stadtstränden von San Sebastian und für viele sogar der …

STOCKHOLM

Es ist lang her, dass ich das letzte Mal in Stockholm war. Und an einiges konnte ich mich nicht mehr so recht erinnern, beziehungsweise es präsentierte sich jetzt ganz anders, als es mir das Gedächtnis vorgaukelte. Aber in einem war ich mir sicher und da trog mich auch die Erinnerung nicht: Stockholm ist eine der schönsten Städte Europas – vor allem, wenn auch das Wetter so mitspielt, wie bei unserem verlängerten Wochenende in der schwedischen Hauptstadt. Nach unserer Anreise mit Airberlin ging es vom Flughafen Arlanda superflott mit dem Flughafenbus in 40 Minuten zum Hauptbahnhof (99 SEK, ca. 10 €). Mit dem Arlanda-Express (280 SEK, ca. 28 €) würde es noch schneller gehen, nämlich in 20 Minuten, aber der kostet über das Dreifache mehr und letztendlich gehören diese ersten Eindrücke vom Flughafen bis zur Innenstadt ja zu einer Reise wie die Sehenswürdigkeiten. Bei der Suche nach dem passenden Hotel hatte ich bei booking.com eine Vorauswahl getroffen und die letzte Entscheidung diesmal meiner Reisegefährtin überlassen. Sie hatte sich für das charmante Boutiquehotel Drottning Kristina Stureplan entschieden. …

BURGUND

Es gibt ja nicht so besonders viele größere Städte in Europa, die ich auf meinen Reisen noch nicht besucht habe, aber Dijon im Burgund gehörte bisher dazu. Und das, obwohl ich Senf über alles liebe, gerade den deliziösen Senf aus Dijon. Der Plan war, sich in Dijon eine nette Unterkunft zu suchen und dann ganz gemütlich ein paar Ausflüge in die Umgebung zu machen. Das mit der Unterkunft gelang uns bravourös über Airbnb und so landeten wir bei Thierry und seiner Familie. Er stellte uns in der Stadtvilla eine eigene, bezaubernd renovierte Einliegerwohnung zur Verfügung, wie man sie vergleichbar selten zur Vermietung findet. Außerdem konnten wir auch noch den paradiesisch angelegten Garten mitnutzen, was  vor allem bei den sehr sommerlichen Temperaturen ein toller Mehrwert mit Erholungsfaktor war. Und das ganze Idyll befand sich perfekterweise gerade mal fünf Gehminuten vom Zentrum entfernt. Dijon – Hauptstadt des Burgund Prachtvoll ist wohl der richtige Begriff, wenn man Dijon in einem Wort beschreiben muss. Zauberhaft fällt einem anschließend wohl auch gleich noch dazu ein. Der Reiz der Stadt basiert …

BRETAGNE

Zunächst war die Reise in die Bretagne eher eine Notlösung, weil wir für die ursprünglich geplante USA-Reise kurzfristig kein Visum bekommen hatten. Im Nachhinein waren wir den Amerikanern rundum dankbar, dass sie uns aufgrund einer zurückliegenden Iran-Reise die Einreise so erschwert hatten, dass es mich nach so vielen Jahren Abstinenz endlich wieder auf bretonischen Boden verschlug. Über Airbnb hatten wir uns ein Häuschen in Belz, direkt am Fluß Etel im Departement Morbihan gemietet. Allein die Fotos von dem typisch bretonischen Fischerhäuschen, von dem aus man einen Blick aufs Wasser hatte, erhöhten die Vorfreude auf die Tage enorm. Ruhe und Erholung brauchten wir ganz dringend! Den ganzen Tag aufs Wasser schauen, lesen, Austern schlürfen, Muscheln essen, Cremant trinken und hin und wieder einen entspannten Ausflug in die Umgebung machen – so hatten wir uns die Tage am Atlantik vorgestellt und genau so machten wir es auch. Die Bretagne – das Ende der Welt? Die Bretagne – das Ende der Welt für die Einen, der Anfang von Allem für die Anderen. Kaum ein anderes Volk ist so …